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Gedicht
zur Silbernen Hochzeit
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Zur Silberhochzeit der Tochter
Als ich vor fünfundzwanzig langen Jahren
Mit Euch am Altar segenwünschend stand,
Und in der Tochter schönen braunen Haaren
Dem Myrthenkranz, frisch grünend, blühend, fand,
Da fleht ich: Herr! dein Wille soll geschehen,
Lass meine Kinder stets es wohl ergehen!
Und liebend zog, trotz mancher trüben Leiden,
Der Mann die Gattin zärtlich an die Brust;
Des Ehestandes Glück und süße Freuden
Sie machten Liebe Euch zur Götterlust;
In Eurer Kinder liebendem Vereine
Saht Ihr der Ehe Glück im Glorienscheine.
Der Herr hat also mein Gebet erhöret,
Und wird auch ferner Euer Vater sein,
Hat Trübsalsnacht Euch manches Glück gestöret,
Die Liebe gab dann milden Sonnenschein.
Gott wird Euch ferner Glück und Segen schenken,
Er schützet gern, die seiner gläubig denken.
Ihr seid ja meine einzge irdsche Habe;
Drum liebet ferner mich; in Freud und Leid
Bleib ich Euch treu, bis einst dem kühlen Grabe
Mein Geist entschwebt zur ewgen Seligkeit.
So nehmt als Schwanensang zur Silberfeier
Jetzt freundlich auf die Töne meiner Leier.
Universal-Gratulant,
1845
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