| |
Wohl, wohl dem Manne
Wohl, wohl dem Manne, dem im Arm
Ein holdes Weibchen liegt! -
Es schlägt im keuschen Busen warm
Für ihn ihr Herz, ob Lust, ob Harm
Die Schale niederwiegt.
Wohl, wohl dem Weib, das an der Hand
Des treuen Gatten wallt;
Es führet sie in's gold'ne Land
Des Glück's, am sanften Rosenband
Der Liebe Allgewalt!
Wohl ihm, wohl ihr, ein neuer Quell
Der Liebe öffnet sich!
Die trüben Tage schwinden schnell
Und leicht dahin, es zeiget hell
Der Zukunft Tempel sich!
Wohl Dir auch, überselig Paar,
Der reinsten Wonne werth!
An Hymens gold'nen Hochaltar
Baut heut' der frohen Freunde Schar
Der Wünsche Opferherd.
Wohl Dir! in's inn're Heiligtum
Der Liebe eingeweiht,
Wird Dir die Welt Elysium,
Wird Dir zum gold'nen Säkulum
Hier jeder Tropfen Zeit.
Wohl Dir! wenn sich die Locke bleicht,
Die Abendsonne sinkt,
Das fromme Kind die Hand Dir reicht,
Wird Dir der letzte Schlummer leicht,
Der Dich nach jenseits bringt!
Universal-Gratulant,
1845
|
|