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Zur Silber- und Goldhochzeit
Im November.
Und will heut keine Sonne strahlen
in Euer Jubelfest hinein,
so gebe Gott der Herr den Herzen
der echten Freude Sonnenschein.
Und will nicht Feld und Garten bieten
Zum Festesschmuck der Blumen Glanz,
umschlingt doch von lebend'gen Blüten
Euch hoffnungsreich ein grüner Kranz.
Nicht in des Maien goldnen Tagen
ward einst geschlossen Euer Bund,
das mochte leise Mahnung sagen
an manche ernste, trübe Stund'.
Ihr Habt's gewagt auf Gottes Treue,
die auch den trübsten Tag verklärt,
ihr durftet's wagen ohne Reue,
sie hat bis heute sich bewährt.
Der Euch in Ehren und mit Freuden
zur Heimat einst geführt zurück,
der wird zu gutem Ziele leiten
auch all' der Eurigen Geschick.
Hoch über Lenz und Sonnenscheine,
da bleiben noch der Sterne drei
für uns im seligen Vereine:
der Glaube und die Lieb' und Treu.
von Ottilie
Wildermuth, 1817 - 1877
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