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Nach der Gabe, Gold zu machen
Nach der Gabe, Gold zu machen,
Haben Tausende gestrebt;
Doch sie träumten: - beim Erwachen
War das Gold entschwebt.
Doch, dass wohl es kann gelingen,
Liegt jetzt außer allem Streit:
Was die Kunst nicht kann erzwingen,
Das - vermag die Zeit.
Wenn's um Silber sich gehandelt
Einst zum Jubelhochzeits-Kranz,
Hat sich Alles umgewandelt
In des Goldes Glanz.
Und weil sie im Lebensspiele
Jedem nicht solch Heil gewährt,
Solche Kraft am seltnen Ziele
Allen nicht beschert;
Drum beseelt beim Jubelmahle
Uns des Hochgefühles Lust,
Hebt im selt'nen Freudenstrahle
Feurig sich die Brust.
Und beim gold'nen Saft der Reben
In dem Glase hell und klar,
Sei das volle Recht gegeben
Unserm Jubelpaar.
Lang' noch mag die gold'ne Sonne,
Die sein Dasein heut' umzog,
Es umglüh'n in Glück und Wonne,
Lange leb' es hoch!!!
Sammlung von
Gelegenheitsgedichten, 1852
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